Die Wissenschaft hat festgestellt…

Die Wissenschaft hat festgestellt… Es wurde festgestellt… Alle stellen fest. Dieser Satz ist so geläufig, dass er kaum einem Menschen noch auffällt. In Nachrichtensendungen, Dokumentationen und selbst vor Büchern macht er nicht halt. Sobald es darum geht dass irgendjemand eine Entdeckung gemacht hat, wird etwas festgestellt. Der Ausdruck unterstreicht die Wichtigkeit und soll Sicherheit suggerieren. Alles was festgestellt wurde ist auch so, glaubt der Feststellende. In manchen Fällen mag das auch so sein. In jedem Fall aber, stellt der Feststellende sich selbst ein Bein.

Bemerken wird er es aber erst, wenn er nach der Feststellung wieder vorwärts kommen will. Es geht nur schwer und er wird stolpern.

Gerade in der letzten Zeit fiel mir immer wieder auf, dass „festgestellt“ gerade in Zusammenhang mit der Wissenschaft mit Freude benutzt wird. Doch wieso ist das so? Es soll Gewissheit suggerieren und das Gesagte/Geschriebene in die Wahrhaftigkeit erheben. Dass diese Menschen sich dabei selbst ein Bein stellen bemerken sie aber nicht.

Worte haben eine enorme Macht über uns. Sie können uns glücklich machen, wenn sie in Liebe formuliert wurden, sie machen uns unglücklich, so sie Angst vermitteln. Die moderne Psychologie weiß ebenfalls um diese Macht uns setzt sie sehr effektiv in Form von Affirmationen ein, um psychische Veränderungen hervor zu rufen. Stehen wir vor einem Problem, so suggeriert uns schon nur die Wortwahl einen schweren Kampf mit Entbehrungen oder schlimmer. Formulieren wir es um und machen wir aus dem Problem eine Herausforderung, so reagiert unser Geist ganz anders. Er assoziiert mit dem Wort „Herausforderung“, dass es machbar ist und schaltet um auf Wettbewerb. Eine Herausforderung nimmt man lieber an, als ein Problem.

Dies war jetzt nur ein kleiner Ausflug in die Macht und Wirkungsweise von Worten, doch reicht es aus um in diesem Wissen einmal die Feststellungen der Wissenschaft zu betrachten.

Festgestellt – Betrachten wir einmal diesen Ausdruck. Sofort erkennen wir wie statisch dieser Ausdruck ist. Man stellt etwas fest, macht es unbeweglich. Wenn wir etwas fest-stellen, so soll es nicht mehr bewegt werden. Es herrscht Stillstand.

Aber ist es das, was wir bei den Wissenschaften wirklich wollen? Stillstand?

In manchen Wissenschaftlichen Fakultäten erleben wir genau diesen Zustand. Alles wurde festgestellt, damit statisch und verharrt nun im Stillstand. Es wird sehr schnell deutlich, wenn man die Physik betrachtet. Albert Einstein hat festgestellt, dass es keinen Äther gibt, der das Universum füllt, auch wenn viele Wissenschaftlergenerationen vor ihm überzeugt davon waren. In seinen Theorien(und Achtung, es sind nur Theorien) benötigte er keinen Äther, also wurde er kurzerhand abgeschafft. Die „alte Garde“ unter den Wissenschaftlern ist voll in diesem Glauben. Es ist für sie unumstößlich, festgestellt und wer etwas anderes behauptet ist ein Ketzer und seine wissenschaftliche Reputation ist dahin.

Was aber wenn es falsch ist? Immer wieder mussten wir in der Geschichte der Menschheit erkennen, dass man mit seinem religiösen und wissenschaftlichen Glauben falsch lag. In der Medizin, wo sich Diagnoseverfahren und Therapien dem aktuellen Wissen anpassen, sieht man es sehr schön. Erst glaubte man bei Verbrennungen sei es gut Mehr auf die Wunden zu streuen. Heute sehen wir es anders und halten die Wunden sauber und decken sie steril ab. In der Physik tut man sich aber schwer mit Einsichten. Prof. Claus W. Turtur von der Uni Paderborn konnte experimentell nachweisen, dass es „freie Energie“ gibt, die in unerschöpflicher Menge an jedem ort im Universum ständig verfügbar ist. Eine absolut saubere, emissionsfreie Energie, die unsere Gesellschaft grundlegend verändern würde. Es wäre ein Quantensprung für unsere Zivilisation in vielerlei Hinsicht. Schutz unserer Umwelt, Schonung von natürlichen Ressourcen, bis hin zu einem Ende des Hungers in der Welt.

Es sieht aber anders aus. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass es nach ihrem Dogma gar nicht gehen darf/kann/soll und so wird Claus Turtur einfach ignoriert. Kein Äther – keine freie Energie. Und wo kämen wir den hin, wenn Energie plötzlich frei und kostenlos für jedermann erhältlich ist. Hier haben wir ein schönes Beispiel dafür, dass es Wissensverwalter und Wissenschaftler gibt. Der wissenschaftliche Elfenbeinturm wurde festgestellt, die wirklichen Wissensschaffer wie Claus Turtur wackeln daran.

Das Wort festgestellt sollte gänzlich aus dem menschlichen Wortschatz verschwinden. Das Leben ist dynamisch und eine einzige große Veränderung. Feststellungen sind dabei für unsere humane Entwicklung destruktiv und ein wahrer Stolperstein. Viel passender und auch wahrer sind Bezeichnungen wie „Man hat entdeckt…“ „Die Wissenschaft hat erkannt…“ „Man hat herausgefunden…“

Diese Formulierungen geben das wieder was wirklich geschehen ist und geben uns die Möglichkeit der Weiterentwicklung. In persönlicher Hinsicht, so wie auch in globaler Hinsicht. Fortschritt ist Bewegung und verträgt kein fest-stellen.

Grafik: Quelle Wikipedia / Portal Wissenschaft